Gedanken zum Tag des Mauerbaus


Heute vor 59 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer..

Sinnbild der innerdeutschen Grenze, die nicht nur Familien und Freunde auseinanderriss, sondern an der Hunderte Menschen, vom Kind bis ins hohe Alter, ihr Leben verloren – vom Regime der DDR zum Abschluss freigegeben.

An Tagen wie diesen wird man daran erinnert. Als ich ein Kind war, hätte ich mir nie vorstellen können von meinem Büro auf die Dächer Hannovers sehen zu können. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass mein Bruder in Braunschweig lebt, oder meine Söhne Bestandteile einer Armee sind, die einem gemeinsamen Deutschland dient.

In dem es selbstverständlich ist Oma und Opa in Schwerin oder Quedlinburg zu besuchen und dabei drei oder vier Bundesländer zu durchqueren, die früher durch eine Grenze geteilt waren -an der Menschen erschossen wurden.

Das ich jetzt in einem Land leben kann in dem ich mich politisch engagieren…die Regierung kritisieren und demonstrieren kann ….ohne fürchten zu müssen dies mit meiner Freiheit zu bezahlen. In dem nicht die politische Einstellung entscheidet ob mein Kind studieren kann, ein Land indem ich frei ein und ausreisen kann….die Welt sehen kann.

Ein Land indem freies Unternehmertum möglich ist….

Die Grenze gibt es nicht mehr. Wir leben in einem vereinten Deutschland. Doch es ist immer noch ein Land, das von der jahrzehntelangen Trennung und den verschiedenen Entwicklungen in den beiden deutschen Staaten geprägt ist.

Ist unser Land frei von Fehlern? Nein!

Gibt es Dinge die besser – ja viel besser laufen könnten? Ja!

Es liegt an uns allen hier anzupacken….und dabei nicht zu vergessen wieviel bereits von den Menschen in diesem gemeinsamenen Deutschland erreicht wurde.

Politische und gesellschaftliche Aufgabe ist es, allen Menschen in unserem Land die gleichen Start- und Rahmenbedingungen zu geben, die beste Bildung zu ermöglichen, Aufstiegswege zu öffnen – egal ob im Osten, Westen, Süden oder Norden.