Keine Tourismusabgabe in Potsdam!


Park SanssouciDie Idee einer „Tourismusabgabe“ zum Zweck der Vermeidung eines Parkeintritts hat einen entscheidenen Denkfehler – durch eine solche Abgabe wird die Potsdamer Wirtschaft und der Potsdamer Bürger als Endverbraucher belastet, eine direkte Inanspruchnahme des Touristen jedoch erfolgt nicht. Die Potsdamer Wirtschaft soll für die Tatsache, dass sie in einem touristischen Gebiet tätig ist bezahlen – hat jedoch nicht das Recht auch zu den Zeiten ihre Angebote an den Mann oder die Frau zu bringen, welche die touristischen Hochzeiten sind – z.B. an den Wochenenden.

Dafür jedoch zahlen die in Potsdam tätigen Unternehmen bereits jetzt einen der höchsten Gewerbesteuersätze Deutschlands, viele Unternehmen engagieren sich zusätzlich im sozialen und/oder Kinder-Jugendbereich. Zusätzlich ist durch die Einführung einer Tourismusbgabe bei weitem weder der Finanzbedarf der Schösserstiftung gedeckt – noch mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen, dass nicht in einigen Monaten doch ein Parkeintritt eingeführt wird.

Hingegen bietet die Selbstfinanzierung der Schlösserstiftung über einen Parkeintritt die Möglichkeit einer sensiblen und angemessenen und vor allem transparenten Preisgestaltung – für eine Leistung über dessen Inanspruchnahme der Einzelne frei entscheiden kann. Dabei können günstige Jahreskarten (im Gespräch sind 12 Euro pro Jahr) freier Eintritt für Kinder u.s.w. soziale Härten ausschließen.

Das Argument – es war schon immer umsonst kann hier nicht gelten – umsonst war es nie – den auch ohne einen Parkeintritt finanziert die Gemeinschaft den Erhalt dieses Parkes – nur ist die Finanzierung ohne dieses Instrument deutlich intransparenter und bürokratischer. Eine echte Tourismusabgabe – wie diese z.B. in Rheinsberg von den Unternehmen erhoben wird macht nur dann Sinn – wenn sie nicht der Subventionierung eines Anbieters dient, der sich z.B. über einen Parkeintritt selbst helfen könnte, sondern wenn diese Abgabe z.B. der direkten Tourismusförderung, einem Straßenmanagement u.s.w. zu Gute kommen würde – denn dann hätten die betroffenen Unternehmen auch tatsächlich einen Effekt von Ihrer finanziellen Beteiligung – und darüber auch die Potsdamer selbst.