Gedanken zur Klimadebatte


Ein paar Gedanken zu den letzten Tagen

Inzwischen erreicht die Bewegung zum Schutz des Klimas langsam den Punkt an dem es kontraproduktiv zur Erreichung des Ziels wird.

Vieles ist in Bewegung gekommen – und das gehört zur Fairness dazu- so in Bewegung gekommen, wie es ohne die Demonstrationen und die damit befeuerte Debatte nicht der Fall gewesen wäre.

Jetzt muss auch mal Raum für Handlungen sein, es muss Raum für die Menschen sein zu erleben, was getan wird und welche Auswirkungen es haben wird…. was wir aber erleben ist die kontinuierliche Zuspitzung in der Diskussion, eine immer weitere Emotionalisierung- ja fast schon Radikalisierung.

Inzwischen werden Sachbeschädigungen und Beleidigungen teilweise als legitimen Ausdruck des Protestes angesehen (und zwar selbst von Politikern), erste Berichte von Drohungen und Pöbeleien sind zu lesen- und eine fragwürdige Splittergruppe die nun versucht das Thema für sich zu vereinnahmen bekannte sich gestern zum Brandanschlag auf die Anlage der Berliner SBahn…. ich halte diese kontinuierliche Zuspitzung für sehr bedenklich- dem Ziel „Klimaschutz“ durch eine breite Akzeptanz und Beteiligung der Bevölkerung wird so nicht wirklich näher gekommen.

Auf der anderen Seite verhärten sich ebenfalls die Fronten – die Ablehnung wird stärker, der Umgangston rauer. Was wir aber wirklich brauchen ist eine respektvolle Streitkultur und eine lösungsorientierte Politik die auf eine möglichst breite Zustimmung trifft. Am Ende des Tages nämlich entscheidet sich unsere CO2 Bilanz, unser Energieverbrauch und unser ökologischer Fußabdruck bei jedem EINZELNEN.