Ein solides Fundament


Grundpfeiler einer stabilen Wirtschaft in Deutschland ist ein starker Mittelstand    weit über 90 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen gehören zu dieser Kategorie. Es sind die mittelständischen Unternehmen, die über 60% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine Arbeit bieten und über 80% aller jungen Menschen für Ihre Zukunft ausbilden.

Eine gute Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik muss dieser Tatsache Rechnung tragen – die Leistungsfähigkeit unseres Mittelstandes muss erhalten und gestärkt werden  – auch und gerade in Zeiten der Globalisierung. Das bedeutet u.a. eine leichtere Zugänglichkeit zu Finanzierungen und Fachkräften.

Unsere Wirtschaft ist auf gut ausgebildete, engagierte und tatkräftige Arbeitskräfte angewiesen. Daher ist aus meiner Sicht eine gute Bildungspolitik der allererste und wichtigste Beitrag für einen funktionierenden Arbeitsmarkt und eine wachsende Wirtschaft. Dazu gehören nicht nur die Schulbildung, sondern natürlich auch die Weiterbildung und das lebenslange Lernen. Die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eines jeden Mitgliedes unserer Gesellschaft gilt es zu stärken, auszubauen und als Gewinn für unsere Gemeinschaft zu betrachten.

Es gilt unnötige Bürokratie abzubauen – ineffiziente, lähmende, teure und letztlich unnötige bürokratische Hürden wie bei der Neugründung von Unternehmen, der Geschäftsfelderweiterung, der Einstellung von Arbeitskräften oder der Übergabe von Unternehmen an Nachfolger müssen abgeschafft werden.

Es gilt auch bei der Steuerpolitik, der besonderen Rolle des Mittelstandes Rechnung zu tragen. So sollte z.B. die heute übliche Soll-Besteuerung bei der Mehrwertsteuer auf die Ist-Besteuerung umgestellt werden. Ebenso sollte die Erbschaftssteuer so gestaltet werden, dass bei Unternehmensnachfolge diese aus den zukünftigen Erträgen erwirtschaftet werden kann.